30.06.2014 14:09

Tagung auf der Fraueninsel

Heiliger Benedikt für Führungskräfte

Einmal im Jahr laden die Bezirke Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim vom Wirtschaftsbeirat Bayern und dem Bund der Katholischen Unternehmer zu den Frauenwörther Gesprächen ein. Als Gast-Redner war in diesem Jahr Erzabt Korbinian Birnbacher OSB dabei und sprach übr den Heiligen Benedikt und dessen Grundsätze.


Von links: Dr. Jürgen Hofmann, Generalsekretär vom Wirtschaftsbeirat Bayern, Gerhard Lux, BKU-Diözesangruppe München-Freising, H. H. Pater Eberhard von Gemmingen SJ, Äbtissin Johanna Mayer, Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher OSB , Dr. Michael Elsen, Vorsitzender Bezirk Berchtesgadener Land/Traunstein/Rosenheim und Adolf Dinglreiter, Landesvorsitzender des Bayernbundes (Bild: Anton Hötzelsperger)

Frauenchiemsee – Die Regeln des Heiligen Benedikt und dessen Impulse für Führungskräfte in der heutigen Zeit standen im Mittelpunkt der 17. Frauenwörther Gespräche in der Aula der Abtei von Frauenchiemsee am vergangenen Wochenende. Veranstalter dieser Reihe sind die Bezirke Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim vom Wirtschaftsbeirat Bayern sowie der Bund Katholischer Unternehmern (BKU). Jedes Jahr haben Wirtschaftsbeirat und BKU hochrangige Referenten am und auf dem Chiemsee zu Gast, in den letzten Jahren unter anderem Kardinal Reinhard Marx, Altkanzler Helmut Kohl und den Europa-Politiker Otto von Habsburg.

Diesmal kam Erzabt Korbinian Birnbacher OSB als Gast-Redner auf die Fraueninsel. Äbtissin Johanna Mayer, die am vergangenen Samstag zusammen mit dem Vorsitzenden der BKU Diözesangruppe München und Freising die Willkommensrede hielt, freute sich, dass sie als gebürtige Österreicherin den in Anger geborenen Erzabt von Salzburg als geschätzten Mitbruder auf der bayerischen Fraueninsel begrüßen durfte. Erzabt Birnbacher, so die Äbtissin weiter, habe mit dem Kloster Frauenchiemsee eine tiefgeistige Verbundenheit, da er schon mehrfach als Urlaubsvertretung auf der Insel tätig war. Diese Zeit bezeichnete der 1967 im Rupertiwinkl geborene Geistliche als "wertvolle Zeit" und als "Teil seiner persönlichen Berufungsgeschichte". 1987 trat Birnbacher in die 1.300 Jahre alte Erzabtei in Salzburg ein, seine wissenschaftlichen Studien führten ihn bis nach Rom, seit dem Vorjahr ist er Erzabt in St. Peter in Salzburg.

In seinem Vortrag baute Birnbacher immer wieder und in einfachen Worten Brücken zwischen den Regeln des Heiligen Benedikt, wie sie auch auf Frauenchiemsee gelten und den Ansprüchen von Führungskräften in der heutigen Zeit. Zu den wesentlichen Grundhaltungen des Heiligen Benedikt gehören das Wahrnehmen und das Ganz-Ohr-Sein. „Wer bereit ist zu lernen, ist auch bereit umzudenken“, so der Referent, der weiter anregte, auf die Stimme seines Gegenüber einzugehen. „Murren ist etwas ganz Schlechtes“, so der Erzabt weiter. Er empfahl lieber die innere Ruhe zu bewahren und auf die Seele zu achten. „Müßigang und Nichtstun sind das Einfallstor für die Trägheit“, sagte der Referent.

Nach dem Vortrag moderierte Bayernbund-Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter eine angeregte Diskussion. Ehe sich die rund 100 Tagungsteilnehmer beim Klosterwirt zu einem zwanglosen Beisammensein einfanden, feierten sie im Münster mit dem Erzabt aus Salzburg sowie mit H. H. Pater Eberhard von Gemmingen SJ als Prediger und mit Andrea Wittmann an der Orgel eine Heilige Messe. (hö/sts)

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